Weiterbildung Traumapädagogik

Auf den ersten Blick erscheint eine Weiterbildung auf dem Gebiet der Traumapädagogik als mehr oder weniger heikles Thema, denn Traumata sind einschneidende Erlebnisse für die Betroffenen, die mitunter ihr seelisches Gleichgewicht empfindlich stören und daher von therapeutischer Seite ein besonders sensibles Vorgehen erfordern. Genau aus diesem Grund sind aber einschlägige Weiterbildungen so wichtig, denn nur wer sich die betreffende Fachkompetenz aneignet, kann traumatherapeutisch tätig werden und dies zu seinem Beruf machen. All diejenigen, die mit einer Traumapädagogik-Weiterbildung liebäugeln, sollten aber um die besonderen Herausforderungen wissen und auch die beruflichen Perspektiven in diesem Bereich kennen. Folglich bedarf es vorab einer intensiven Recherche, um sich bewusst für oder auch gegen die Weiterbildung Traumapädagogik entscheiden zu können.weiterbildung

Karrierechancen als Traumapädagoge beziehungsweise Traumapädagogin

Absolventen einer Weiterbildung auf dem Gebiet der Traumapädagogik können als Traumapädagogen, Traumatherapeuten oder auch Traumafachberater tätig werden. Dies geschieht typischerweise auf selbständiger Basis, wobei Fachkräfte aus der Pflege, dem Erziehungswesen oder dem Sozialwesen die so erlangten zusätzliche Qualifikationen auch im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses nutzen können, um ihre Karriere weiter voranzutreiben. Grundsätzlich ergeben sich in den folgenden Bereichen Anwendungsgebiete für die Traumapädagogik:

  • Pflegeeinrichtungen
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Beratungsstellen
  • Soziale Einrichtungen
  • Kindergärten
  • Schulen
  • Therapiezentren
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Behindertenhilfe
  • Psychologische Praxen

Verdienstmöglichkeiten für Traumapädagogen

gehaltBei näherer Betrachtung des Berufsbildes des Traumapädagogen stellt sich auch die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten. In erster Linie sollte die Traumapädagogik zwar Berufung sein, entsprechende Fachkräfte müssen aber auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Je nach Einsatzbereich, Qualifikation und Berufserfahrung kann es teils immense Unterschiede hinsichtlich des Einkommens geben. Im Durchschnitt können Traumapädagoginnen und Traumapädagogen aber von einem Gehalt zwischen 24.000 Euro und 38.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.

Die Weiterbildung Traumapädagogik

Sinn und Zweck der Traumapädagogik besteht darin, Traumata aufzuarbeiten und den daraus resultierenden seelischen Leidensdruck nachhaltig zu lindern. Menschen, denen etwas Traumatisches widerfahren ist, versuchen oftmals, damit zurechtzukommen, stoßen dabei aber an ihre Grenzen. Im Laufe der Zeit kann sich ein immenser Leidensdruck aufbauen, der immer mehr psychische Probleme hervorbringt. An dem erlittenen Trauma kann man zwar nichts mehr ändern, doch professionelle Hilfe zeigt Wege aus dem Trauma auf. Die dazu erforderliche fachliche Kompetenz vermittelt die Weiterbildung Traumapädagogik. Hier sind unterschiedlichste Anbieter mit diversen Lehrgängen aktiv, weshalb ein Vergleich dringend anzuraten ist. Dabei geht es nicht nur um die Rahmenbedingungen der Qualifizierung, sondern auch um die Inhalte. Trotz gewisser Differenzen lassen sich die folgenden Methoden der Traumapädagogik als zentrale Themen der Fortbildung nennen:

  • Soziale Teilhabe
  • Regulation von Emotionen
  • Sinnes- und Körperwahrnehmung
  • Selbstverständnis
  • Bindungspädagogik
  • Selbstregulation
  • Gruppenpädagogik

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

fragen zur bildungDass es bei den Seminaren, Lehrgängen und anderweitigen Weiterbildungen auf dem Gebiet der Traumapädagogik große Unterschiede gibt, lässt sich nicht von der Hand weisen und macht sich beispielsweise bei den Voraussetzungen bemerkbar. Während einige Kurse für alle Interessierten offen sind, richten sich viele Weiterbildungen ausdrücklich an pädagogische Fachkräfte. Die Dauer kann ebenso wie die Kosten stark schwanken. Wer ernsthaftes Interesse an einer Weiterbildung in Sachen Traumapädagogik hat, sollte sich dessen bewusst sein und mit verschiedenen Anbietern in Kontakt treten. Zunächst bietet es sich an, das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern, um dann anhand der Unterlagen ausführlich zu vergleichen. Auf diese Art und Weise kristallisiert sich zumeist schnell heraus, mit welcher Qualifizierung man schlussendlich die beste Wahl trifft.

Berufsbegleitendes Studium im Bereich Traumapädagogik

Klassische Weiterbildungen sind längst nicht die einzigen Möglichkeiten, sich auf dem Gebiet der Traumapädagogik zu qualifizieren. Auch ein Studium kommt zuweilen in Betracht und erweist sich als ideale Qualifizierung in Zeiten zunehmender Akademisierung. Hier kommen vor allem die folgenden Studiengänge in Betracht:

  • Pädagogik
  • Psychologie
  • Gesundheitswissenschaften
  • Heilpädagogik
  • Sozialpädagogik

Berufstätige können sich allerdings kaum mit dem Gedanken anfreunden, ihren Job an den Nagel zu hängen und in Vollzeit zu studieren. Allein schon aus finanziellen Gründen ist dies oftmals nicht zu bewerkstelligen, was aber keineswegs bedeutet, dass eine Weiterbildung in Form eines Studiums mit Bachelor- oder Master-Abschluss nicht doch möglich ist. Hier bietet sich ein berufsbegleitendes Studium an, das als Fernstudium, Abendstudium oder anderweitiges Teilzeitstudium perfekt auf die Bedürfnisse Berufstätiger abgestimmt ist. Wer sich der Herausforderung stellen möchte, kann also durchaus berufsbegleitend studieren und so die Basis für eine aussichtsreiche Karriere im Umfeld der Traumapädagogik schaffen.

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überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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