Umschulung Kinderpflegerin

Eine Umschulung zur Kinderpflegerin scheint für alle interessant, die sich gerne mit Kindern beschäftigen und sich auch im beruflichen Alltag mit ihnen auseinandersetzen und umgeben möchten. Vor allem für Frauen, die sich zum Beispiel während der Elternzeit dem Familienalltag gewidmet haben, scheint die Möglichkeit einer Umschulung zur Kinderpflegerin interessant. Hier können sie ihr Wissen aus den praktischen Erfahrungen mit den eigenen Kindern gut einbringen. Eine explizite Umschulung zur Kinderpflegerin wird nur in einigen Bundesländern anerkannt, wobei es sich dabei um dem Sozialassistenten entsprechende Ausbildungsberufe handelt, sodass auch dieser Ausbildungsberuf gewählt werden kann, wenn kein entsprechendes Umschulungsangebot vorliegt.umschulung

Berufsbild Kinderpflegerin

Kinderpflegerinnen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Betreuung und Pflege von Kindern. Diese sind in der Regel zwischen 0 und 10 Jahren alt. Normalerweise arbeiten Kinderpflegerinnen familienergänzend, doch in einzelnen Fällen müssen sie auch die Eltern ersetzen und so deren kompletten Aufgabenbereich übernehmen. Nach der abgeschlossenen Umschulung haben Kinderpflegerinnen die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Bereichen zu betätigen. Einige davon sind:

  • Kindergärten
  • Kinderheime
  • Ferienheime
  • Einrichtungen für Kinder und Jugendliche
  • Familienberatung
  • private Haushalte

Neben der Pflege und Betreuung von Kleinkindern und Säuglingen gehört auch die Durchführung und Beaufsichtigung von pädagogischen Angeboten in Gruppen zum Aufgabenfeld einer Kinderpflegerin. Pädagogische Grundkenntnisse und ein gewisses Interesse, sich in diesem Bereich weiterzubilden, sind daher nicht fehl am Platz. Da es sich um die Arbeit mit Kindern handelt und diese auch aus schwierigen oder zerrütteten Familienverhältnissen kommen können, ist ein pädagogisch wertvoller und empathischer Umgang mit den Kleinen unerlässlich. Kinderpflegerinnen müssen einfühlsam, kinderlieb, konsequent und fürsorglich sein, um den einen gelungenen Umgang mit den Kindern zu ermöglichen. Im Vergleich zu einer Erzieherin obliegt der Kinderpflegerin jedoch nicht die Verantwortung, sondern sie wird unterstützend tätig und arbeitet in der Regel mit einer ihr übergeordneten Erzieherin zusammen.

Umschulung zur Kinderpflegerin

Die Umschulung zur Erzieherin findet im Rahmen einer schulischen Ausbildung in einer Berufsfachschule statt. Im Verlauf der zwei- bis dreijährigen Ausbildung werden den Schülern Themen aus den Bereichen Erziehungslehre, Sozialkunde, naturwissenschaftliche Erziehung, Bewegungserziehung, Gesundheitslehre und musisch-kreative Erziehung näher gebracht. Am Ende der Ausbildung findet eine staatliche Abschlussprüfung statt, mit deren Bestehen man sich für den Beruf der Kinderpflegerin qualifiziert.

Im Quereinstieg zur Kinderpflegerin– das sind die Voraussetzungen

fragen zur bildungDie Umschulung zur Kinderpflegerin setzt formal einen Hauptschulabschluss voraus, da dieser für die Ausbildung mindestens erforderlich ist. Neben der angemessenen Schulbildung sollte ein Bewerber allerdings auch folgende Kompetenzen mitbringen:

  • Spaß am Umgang mit Kindern
  • Interesse an pädagogischen Inhalten
  • Empathie und Einfühlungsvermögen
  • gute kommunikative Fähigkeiten
  • organisatorisches Talent

Dauer der Umschulung zur Kinderpflegerin

Die Dauer einer schulischen Ausbildung zur Kinderpflegerin beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre. Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, verhält es sich mit einer Umschulung ähnlich. Die Umschulung kann in Teilzeit ausgeführt werden, um nebenbei weiter dem Beruf nachgehen zu können. In diesem Fall verlängert sich die Dauer der Ausbildung allerdings entsprechend.

Was kostet eine Umschulung zur Kinderpflegerin?

Da es sich bei der Umschulung zur Kinderpflegerin um eine rein schulische Ausbildung handelt, werden monatliche Kosten fällig. Diese sind in der Höhe abhängig davon, ob es sich um eine staatliche Schule oder einen privaten Bildungsanbieter handelt. Im Gegensatz zu einer dualen Ausbildung gibt es außerdem keinen Arbeitgeber, der ein Gehalt auszahlt. Die normalen Lebenshaltungskosten werden darüber hinaus monatlich fällig. Eine Umschulung zur Kinderpflegerin ist daher eigentlich nur mit entsprechenden Förderungen finanzierbar. Wer eine Umschulung plant, sollte sich daher gut bei seinem Arbeitsamt über mögliche Förderungen beraten lassen.

Ablauf der Umschulung zur Kinderpflegerin

Die Umschulung zur Kinderpflegerin findet an staatlichen oder privaten Berufsschulen statt und dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Die Ausbildung besteht nur aus einem schulischen Teil, einen praktischen Teil gibt es nicht. In der Berufsschule lernen die Umschüler alles, was man im Umgang mit Kindern beachten muss. Verschiedene pädagogische Ansätze werden intensiv geschult, damit die angehenden Kinderpflegerinnen optimal auf den Berufseinstieg vorbereitet sind. Die Qualifizierung endet nach der Ausbildung oder Umschulung mit einer staatlichen Prüfung. Die Ausbildung der staatlichen anerkannten Kinderpflegerin wird zwar in allen Bundesländern anerkannt, kann aber nicht überall durchgeführt werden. In manchen Bundesländern entspricht dem Berufsbild der Kinderpflegerin das des Sozialassistenten.

Lerninhalte bei der Umschulung zur Kinderpflegerin

Natürlich muss eine Kinderpflegerin sich vor allem in der Betreuung und in der Pflege von Kindern und Kleinkindern auskennen und bewähren. Doch das Tätigkeitsfeld einer Kinderpflegerin umfasst deutlich mehr Bereiche, auf die die Umschüler im Rahmen der Umschulung vorbereitet werden. Darunter finden sich zum Beispiel folgende Aufgabenfelder:

  • Versorgung und Pflege von Kindern unterschiedlichen Alters
  • Beaufsichtigung einer Gruppe
  • Begleitung eines Spieles
  • Durchführung spielerisch-pädagogischer Angebote sowie deren Planung
  • Unterstützung der Sprachentwicklung
  • Hausarbeiten im Rahmen der Kinderbetreuung durchführen

Gehaltsaussichten für die Kinderpflegerin

gehaltDie Höhe des Gehaltes einer Kinderpflegerin lässt sich nicht genau bestimmen, da es von vielen Faktoren abhängig ist. Ist die Kinderpflegerin in einer öffentlichen Einrichtung angestellt, wird sie nach Tarif bezahlt. Angestellte in privaten Einrichtungen erhalten häufig deutlich weniger Gehalt. Die Bezahlung ist weiterhin abhängig von der Qualifikation der Bewerberin, ihrer Berufserfahrung und der Größe des Betriebes, in den sie eingestellt wird. Dabei muss immer bedacht werden, dass es sich bei einer Kinderpflegerin nicht um eine Erzieherin handelt. Als Kinderpflegerin arbeitet man in der Regel mit einem Sozialpädagogen zusammen und assistiert diesem bei der Betreuung und Pflege der Kinder, während die Verantwortung ganz in dessen Hand liegt. Daher werden Kinderpflegerinnen nicht so gut bezahlt wie Erzieherinnen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Umschulung zur Kinderpflegerin?

Wer die Umschulung zur Kinderpflegerin erfolgreich abgeschlossen hat, hat für die Zukunft zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Natürlich kann man auch als Kinderpflegerin arbeiten, wenn der Job erfüllend und ausfüllend ist. Wer jedoch einen weiteren Karriereaufstieg plant, kann in Weiterbildungen zum Beispiel einen Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin, Fachwirtin für Erziehungswesen oder Betriebswirtin für Sozialwesen anstreben. In Seminaren und Lehrgängen können außerdem Fachbereiche gezielt geschult oder gefördert werden.

Neben den staatlich anerkannten Weiterbildungen haben Kinderpflegerinnen auch die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren. Das Studium der Pädagogik qualifiziert für verschiedene soziale Berufe und kann im Rahmen von Bachelor- und Master-Studiengängen in Angriff genommen werden. Dabei beträgt die Regelstudienzeit 6 Semester im Bachelor und 4 weitere Semester im Master, wobei die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums in Teilzeit besteht. Das hat den Vorteil, dass man weiterhin als Kinderpflegerin arbeiten und so seinen monatlichen Unterhalt verdienen kann.

Zukunftsaussichten für den Beruf Kinderpflegerin

Kinder wird es immer geben – daher wird auch der Bedarf an qualifizierten Kinderpflegerinnen nie abebben. Außerdem legen immer mehr Eltern Wert auf eine individuelle und gezielte Förderung ihres Kindes sowie eine persönliche und familiäre Betreuung. Daher ist davon auszugehen, dass die Kinderpflege vor allem in privaten Haushalten zunehmend an Beliebtheit gewinnen wird. Der tägliche Umgang mit den kleinen Menschen, die die Zukunft bedeuten, ist abwechslungsreich und bietet die Möglichkeit, die Welt von morgen ein bisschen mitzugestalten.

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überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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