OTTI – Bildung für alle!


Umschulung Lokführer

Mit einer Umschulung zum Lokführer geht für viele ein Kindheitstraum in Erfüllung. Viele, die sich für den Beruf Lokführer im Personenverkehr interessieren, standen schon als Kind vor großen Eisenbahnwagons und sagten sich: Die fahre ich auch mal, wenn ich erwachsen bin. Für manch einen geht die Faszination Eisenbahn auch im Erwachsenalter nicht verloren, sodass sie eine Umschulung zum Lokführer in Erwägung ziehen. Die Deutsche Bahn ist heute eines der führenden Wirtschaftsunternehmen. Ob Personenzüge für Reisende oder Güterzüge für verschiedene Dienstleistungsgüter, überall werden qualifizierte Lokführer gebraucht. So kann eine Umschulung zum Lokführer auch für Quereinsteiger eine sehr gute Möglichkeit sein, ihre Karriere voran zu bringen.umschulung

Berufsbild Lokführer

Der Begriff Lokführer oder Lokführerin wird häufig umgangssprachlich genutzt. Die korrekte Fachbezeichnung ist jedoch „Umschulung zum Triebwagenführer/Triebwagenführerin“.

Das Berufsbild des Lokführers ist recht vielfältig. In erster Linie besteht die Hauptaufgabe des Lokführers/der Lokführerin darin, verschiedene Züge zu steuern und zu rangieren. Beim Führen der Lok müssen diese Fachkräfte besonders darauf achten, dass alle Fahrgäste oder Waren sicher an ihren Wunschort ankommen.

Darüber hinaus muss auch Organisationsgeschick vorhanden sein, da auch die Zusammenstellung einzelner Zugteile zu den Tagesabläufen gehört. Ein technisches Fachwissen ist ebenfalls sehr wichtig, da der Lokführer/die Lokführerin alle Bedien- und Prüfelemente der Lok kennen muss und vor Fahrtantritt eine umfassende Sicherheitsüberprüfung nötig ist. Zudem wird auch die Technik in der Lok selbst immer aufwendiger. Um diese modernen Steuerungen richtig zu bedienen, bedarf es ebenfalls eines umfassendes Wissens.

Umschulung zum Triebfahrzeugführer

Die Umschulung zum Triebfahrzeugführer wird meist in der klassischen Ausbildung im Dualsystem absolviert, also bei der Deutschen Bahn oder einer privaten Bahngesellschaft sowie in der Berufsschule. Daneben existieren auch Lehrgänge, die sich speziell an Quereinsteiger/Umschüler wenden, die dann in Vollzeit oder nebenberuflich absolviert werden können.

Quereinstieg zum Lokführer/in – das sind die Voraussetzungen

Für die Umschulung zum Lokführer/zur Lokführerin sollte eine Mittlere Reife sowie gute Noten in Deutsch und Mathematik mitgebracht werden. Darüber hinaus ist es auch von Vorteil, wenn man bereits über eine Berufsausbildung im technischen oder gewerblichen Bereich verfügt.

An persönlichen Voraussetzungen sollten die Teilnehmer folgendes mitbringen:

  • Körperliche und psychische Belastbarkeit
  • Keine gesundheitlichen Einschränkungen beim Gehen oder Stehen
  • Technisches Interesse
  • Bereitschaft zur Schicht- und Wochenendarbeit
  • Zuverlässigkeit
  • Hohe Konzentrationsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstes Handeln
  • Kommunikationsbereitschaft
  • Koordinationsvermögen

Eine besonders wichtige Voraussetzung ist, dass angehende Lokführerinnen und Lokführer nicht farbenblind sind.

Dauer der Umschulung zum Lokführer

fragen zur bildungDie Ausbildung zum Lokführer/zur Lokführerin dauert in der Regel drei Jahre. Eine Umschulung zum Lokführer kann jedoch auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn bereits eine Erstausbildung abgeschlossen wurde. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, als Quereinsteiger eine Erwachsenenqualifizierung zu absolvieren, die meist 8 bis 12 Monate dauert.

Was kostet eine Umschulung zum Lokführer

Wer als Quereinsteiger die Umschulung zum Lokführer direkt bei der Deutschen Bahn absolviert, bekommt eine Ausbildungsvergütung, sodass Extrakosten entfallen. Sollte die Umschulung zum Lokführerin über einen Bildungsträger erfolgen, fallen in aller Regel Lehrgangskosten an. Jedoch bestehen hier unter bestimmten Voraussetzungen Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel die Beantragung eines Bildungsgutscheins bei der Agentur für Arbeit, wenn die Umschulung zum Lokführerin aus der Arbeitslosigkeit heraus begonnen wird.

Ablauf der Umschulung zum Lokführer

In der klassischen Form der Ausbildung vermittelt der Betrieb, in diesem Fall die Deutsche Bahn, die praktischen Fähigkeiten und in der Berufsschule erlernen die Teilnehmer das theoretische Wissen. Da es sich hier um einen staatlich anerkannten Beruf handelt, muss nach einem halben Jahr eine Zwischenprüfung absolviert werden. Die Abschlussprüfung wird dann bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Wenn eine Umschulung zum Lokführer/zur Lokführerin nicht als klassische Ausbildung, sondern in rein schulischer Form stattfindet, wird diese ebenfalls mit einer IHK-Prüfung beendet.

Lerninhalte bei der Umschulung zum Lokführer

Teilnehmer der Umschulung zum Lokführer lernen sämtliche technische Grundlagen und belegen Fächer wie beispielsweise Mathe, Physik oder auch Betriebswirtschaftslehre. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer

  • wie man unterschiedliche Züge im Personen- und Güterverkehr richtig fährt
  • das Rangieren und Zusammenstellen einzelner Zugteile
  • den Ablauf aller organisatorischen Aufgaben innerhalb der einzelnen Bahnbereiche
  • den Umgang mit verschiedenen Störungsfällen während der Fahrt
  • die Bedienung, Steuerung und Prüfung von Lokfahrzeugen
  • die verschiedenen Bahn- und Gleisanlagen-Arten
  • alle Sicherheitsmaßnahmen vor Fahrtantritt
  • die Funktionsweise des Zugfunks
  • das Sichern von Bahnübergängen

Unterteilt ist die Umschulung zum Lokführer in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Häufig überschneiden sich dann auch Theorie und Praxis. Je nach Ausbildungsbetrieb nehmen die Teilnehmer der Umschulung auch an einem Simulationstraining teil. Außerdem finden Überwachungsfahrten mit einem ausgebildeten Lokführer statt, was die Betriebssicherheit garantiert.

Gehaltsaussichten für den Beruf Lokführer im Personenverkehr

gehaltLokführerinnen und Lokführer im Personenverkehr sind dank der florierenden Wirtschaft der Bahn heute sehr gefragte Fachkräfte. Die Höhe des Einkommens ist abhängig von der Art der Qualifikation und der Erfahrung sowie der jeweiligen Position. Arbeiten Teilnehmer nach einer erfolgreichen Umschulung zum Lokführerin zum Beispiel im Öffentlichen Dienst der Bahn, so erfolgt hier die Vergütung nach Tarif. Angehende Lokführerinnen und Lokführer haben generell sehr gute Gehaltsaussichten, da sie in der Regel im Schichtdienst, unter anderem auch am Wochenende oder an Feiertagen, arbeiten und von Zuschlägen profitieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Umschulung zum Lokführer im Güterverkehr

fragenNach dem erfolgreichen Abschluss der Umschulung können sich Lokführerinnen und Lokführer kontinuierlich weiterbilden, da zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten geboten werden. So kann etwa der Fachwirt für Bahnbetrieb oder auch der/die Technische Fachwirt/in für eine höhere Qualifizierung sorgen. Darüber hinaus stehen auch im technischen Bereich Möglichkeiten offen, wie zum Beispiel:

  • Staatlich geprüfter Techniker – Fachrichtung Verkehrstechnik (Schwerpunkt Verkehrsmanagement oder Eisenbahnbetrieb)
  • Meister/in für Bahnverkehr

Zukunftsaussichten für den Beruf Lokführer im Personenverkehr

Nach einer erfolgreichen Umschulung zum Lokführerin im Personenverkehr gelten die beruflichen Zukunftsperspektiven sehr gut, da Lokführerinnen und Lokführer händeringend gesucht werden. Man kann hier sogar schon von einem Fachkräftemangel sprechen, sodass Lokführer in vielen Regionen Deutschlands mehr denn je gefragt sind.

Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?

  • 5/5
  • 1 rating
1 ratingX
überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
0% 0% 0% 0% 100%