Umschulung Forstwirt

Wer sich zum Forstwirt umschulen lassen möchte, sollte sich bewusst sein, dass der Arbeitsplatz bei jeder Witterung im Freien ist. Der Forstwirt ist hauptsächlich für die Erhaltung und Nutzung des Waldes zuständig. Außerdem ist die Pflege der Waldbestände sehr wichtig. Um der Arbeit im Wald gerecht zu werden, sollte daher kein Ekel vor Schädlingen bestehen und eine Liebe zur Natur muss ohnehin gegeben sein. Außerdem ist der Beruf Forstwirt nur für Menschen gedacht, die körperlich fit sind, denn manchmal kann dieser Beruf ein wahrer Kraftakt sein. Wer sich für Tiere und die Natur interessiert, hat die Möglichkeit, durch die Umschulung zum Forstwirt seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.umschulung

Berufsbild Forstwirt

Der Forstwirt ist für die Erhaltung des Waldes zuständig. Neben dem Anlegen von Kulturflächen ist auch die Pflege des Waldbestandes eine seiner Hauptaufgaben. Zu den weiteren Aufgaben zählen:

  • Bearbeitung des Bodens
  • den Wald nach Problemen durchforsten
  • Probleme wie Schädlinge beheben
  • Saatgut gewinnen
  • Bäume ansäen
  • Jungbäume einpflanzen

Der Job als Forstwirt ist ein wichtiger Beruf, der dem Erhalt des Waldes dient. Neben der Schädlingsbekämpfung muss im Winter auch der Schneeeinbruch beseitigt werden. Es müssen außerdem regelmäßig neue Bäume gepflanzt werden, um das Gleichgewicht der Natur und des Nutzens zu erhalten. Auch die Pflege der Waldwege muss zu jeder Zeit gewährleistet sein. So müssen beispielsweise herabgefallene Äste umgehend beseitigt werden. Natürlich zählt auch die Wildpflege zum Beruf des Forstwirts. Hochsitzanlagen und Futterstellen werden durch den Forstwirt errichtet. Er sorgt zu jeder Zeit für ausreichend Nahrung und die Versorgung der Wildtiere. Der Beruf Forstwirt geht somit mit vielen verschiedenen Aufgaben einher, die sehr interessant sein können und eine enge Verbindung zur Natur schaffen.

Umschulung zum Forstwirt

Grundsätzlich dauert die Umschulung zum Forstwirt drei Jahre. Mit entsprechendem Vorwissen und Erfahrung kann das Ausbildungsziel aber schneller erreicht werden. Der Unterricht ist in theoretisches und praktisches Wissen unterteilt. Neben der Theorie wird daher im Werkstattbetrieb der Umgang mit Maschinen und das Fällen von Bäumen praktisch erlernt. Der Beruf ist sehr handwerklich orientiert, weshalb gerade die praktische Ausbildung wichtig ist. Nach dem dreijährigen Lehrgang schließt die Umschulung zum Forstwirt mit einer Abschlussprüfung ab.

Im Quereinstieg zum Forstwirt– das sind die Voraussetzungen

Man findet leider auch viele ungelernte Kräfte, die der Arbeit als Forstwirt nachgehen. Das ist sehr schade, da es mit dem Forstwirt einen anerkannten Beruf für die ausgeübten Tätigkeiten gibt. Wer den Beruf wirklich von Grund auf erlernen möchte, sollte eine Umschulung in Anspruch nehmen. Um die Umschulung zum Forstwirt zu absolvieren, ist keine bestimmte Voraussetzung nötig. Als Quereinsteiger braucht man für die Umschulung keinerlei Vorwissen, sollte jedoch einige Kriterien erfüllen:

  • körperliche Fitness
  • handwerkliches Geschick
  • hohe körperliche Belastbarkeit
  • Tierliebe
  • Grundwissen in Biologie
  • Interesse an der heimischen Flora und Fauna

Dauer der Umschulung zum Forstwirt

fragen zur bildungDie reguläre Zeit der Umschulung zum Forstwirt beträgt drei Jahre. Davon sind zwei Jahre reines theoretisch und ein Jahr praktisch zu absolvieren. Hat man bereits Erfahrung in verwandten Berufen gesammelt oder sogar eine ähnliche Berufsausbildung hinter sich, kann sich die Ausbildungsdauer deutlich verkürzen. Dies ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich, weshalb man hier keine pauschale Aussage über die Umschulungsdauer treffen kann.

Was kostet eine Umschulung zum Forstwirt?

Die Umschulung zum Forstwirt kostet eine Menge Geld, denn die Menschen, die sich für eine Umschulung interessieren, haben in der Regel bereits einen gewissen Lebensstandard. Um die Lebenserhaltungskosten in der Zeit der Umschulung decken zu können, hat man die Möglichkeit, bei unterschiedlichen Ämtern eine Beihilfe zu beantragen. Vor allem die Bundesagentur für Arbeit bietet Beihilfen an, wenn es besondere Gründe gibt, um den Beruf zu wechseln, und die Umschulung so gerechtfertigt werden kann.

Ablauf der Umschulung zum Forstwirt

Zu Beginn der Umschulung zum Forstwirt wird zuerst theoretisches Wissen erlangt. Dazu zählt die Kenntnis über die verschiedenen Arten der Wildtiere sowie über die Holzernte und die Techniken des Baumfällens. Nachdem der angehende Forstwirt genügend theoretisches Wissen erlangt hat, kann die praktische Ausbildung beginnen. In dieser Zeit lernen die Schüler, richtig Bäume zu fällen und Hochstände aufzubauen. Alles, was vorab theoretisch erlernt wurde, wird nun in die Praxis umgesetzt, um die Umschüler optimal auf den Berufsalltag vorzubereiten.

Lerninhalte bei der Umschulung zum Forstwirt

Da der Beruf des Forstwirtes sehr viele verschiedene Aufgaben beinhaltet, ist auch die Ausbildung entsprechend vielfältig. Folgende theoretische Grundlagen müssen erlernt werden:

  • Wildarten kennen
  • Holzernte
  • Techniken des Baumfällens
  • Maschinentechnik
  • Bodenschutz
  • Sortierverfahren von Holz
  • Schädlingsbekämpfung
  • Pflanzensaat
  • Waldbrände bekämpfen
  • Errichtung und Instandhaltung jagdbetrieblicher Einrichtungen
  • Lagerungsmöglichkeiten von Holz
  • Pflege von Jungbeständen
  • Anlegen und Pflegen von Hecken und Freiflächen
  • Feuchtbiotope anlegen
  • Erhaltung von Umwelt, Natur und Landschaft
  • Kenntnisse über die Erhaltung des Gleichgewichts von Anbau und Abbau

Verfügen die Schüler über ausreichend theoretisches Wissen, dürfen sie dieses in die Praxis umsetzen. Dafür stehen Lehrwerkstätten zur Verfügung. Sind auch die praktischen Fähigkeiten erlernt, darf zum ersten Mal direkt im Wald gearbeitet werden.

Gehaltsaussichten für den Beruf Forstwirt

gehaltWer die Umschulung zum Forstwirt absolviert, hat einen schönen Beruf, der gut bezahlt wird. Da es immer Wälder und Wildtiere geben wird, ist der Beruf Forstwirt sehr gefragt. Die Bezahlung ist aufgrund der hohen Belastbarkeit überdurchschnittlich. Da das Gehalt aber von einigen Faktoren abhängt, kann hier keine genaue Aussage getroffen werden. Die Aussichten auf ein gutes Gehalt sind jedoch im Allgemeinen sehr hoch.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Umschulung zum Forstwirt?

Der Beruf des Forstwirtes bietet mehrere Möglichkeiten für Weiterbildungen. Diese können in Form von Kursen absolviert werden, doch auch ein Studium ist möglich. Folgende Abschlüsse können angestrebt werden:

  • Forstwirtschaftsmeister
  • Forsttechniker
  • Forstmaschinenführer
  • Studium der Forstwirtschaft

Vor allem die Weiterbildung zum Forstmaschinenführer bietet gute berufliche Chancen. Da die Maschinen immer moderner und neuer werden, fehlt es oft an qualifiziertem Fachpersonal. Die entsprechende Weiterbildung dauert in der Regel 8-10 Wochen und kann in vielen unterschiedlichen Bildungszentren absolviert werden.

Zukunftsaussichten für den Beruf Forstwirt

Die Zukunftsaussichten für den Forstwirt sind sehr gut. Der Forstwirt arbeitet in folgenden Bereichen:

  • Forstämter
  • forstwirtschaftliche Dienstleistungsunternehmen
  • Forstbetriebe
  • Forstverwaltungen
  • Baumschulen
  • Landschaftsbau
  • Baumpflege

Da der Einsatzort und die damit verbundenen Aufgaben sehr vielfältig sind, sind auch die Berufsaussichten entsprechend hoch. Die Wälder werden weiterhin bestehen und auch die Wildtiere werden den Wald bewohnen. Da die Einhaltung des Gleichgewichts zwischen Anbau und Abbau eingehalten werden muss, werden viele Fachleute gebraucht. Die Rohstoffquelle Wald muss auch weiterhin bestehen und durch qualifizierte Forstwirte gesichert werden. Wer sich dazu entschließt, eine Umschulung zum Forstwirt zu machen, entscheidet sich für einen zukunftsorientierten Beruf, der auch entsprechend hoch entlohnt wird. Man sollte aber beachten, dass dieser Beruf wahre Schwerstarbeit ist und eine körperliche Fitness das A und O darstellt.

 

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überhaupt nichteher wenigersoweit okgutsehr gut
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