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Heilerziehungspfleger Weiterbildung

Wer als Heilerziehungspfleger eine Weiterbildung absolviert, verschafft sich oftmals ausgezeichnete Chancen auf einen nachhaltigen Aufstieg auf der Karriereleiter. Dass die Ausbildung in der Heilerziehungspflege eine solide Basis schafft und weitreichende Kompetenzen vermittelt, steht vollkommen außer Frage, bedeutet aber auch nicht, dass man nicht noch etwas dazulernen könnte. Heilerziehungspfleger/innen, die ihren Beruf lieben, empfinden nicht selten ein inneres Bedürfnis, mehr zu einzelnen Themen zu erfahren. Auf diese Art und Weise können sie ihren Wissensdurst stillen, zeigen Engagement und Initiative und sammeln zugleich zusätzliche Qualifikationen für den Job. Heilerziehungspfleger, die um die Wichtigkeit von Weiterbildungen wissen und diese Möglichkeiten nutzen wollen, haben allerdings mehr oder weniger die Qual der Wahl. Aufstiegsfortbildungen, Seminare, Fernkurse, berufsbegleitende Studiengänge und viele weitere Angebote sorgen für eine immense Vielfalt. Hier kann man zuweilen den Überblick verlieren und sollte sich aus diesem Grund ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung nehmen. Im Zuge der Recherche ist es außerdem sinnvoll, das kostenlose Informationsmaterial bei verschiedenen Anbietern unverbindlich anzufordern, um vergleichen zu können.weiterbildung

Berufliche Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten als Heilerziehungspfleger/in

Die professionelle Heilerziehungspflege versteht sich als die Disziplin der Beratung, Betreuung, Begleitung, Assistenz, Pflege und Bildung von Menschen mit Beeinträchtigungen physischer, psychischer oder kognitiver Natur. Im Rahmen einer schulischen Ausbildung mit zwei bis drei Jahren Dauer werden Heilerziehungspfleger für dieses facettenreiche Berufsfeld qualifiziert und können im Anschluss an die staatliche Abschlussprüfung vor allem in den folgenden Bereichen tätig werden:

  • Tagesstätten, Pflegeheime und Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Beratungsstellen
  • integrative Kindertagesstätten
  • Förderschulen
  • ambulante soziale Dienste
  • Vorsorgeeinrichtungen
  • Rehabilitationseinrichtungen

Die zentrale Aufgabe eines jeden Heilerziehungspflegers besteht darin, seine Klienten bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen. Aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes der Heilerziehungspflege werden in der Ausbildung umfassende Kompetenzen vermittelt. Heilerziehungspfleger/innen, die sich im Laufe ihres Berufslebens fachlich weiterentwickeln möchten, erhalten durch die eine oder andere Weiterbildung die Gelegenheit dazu.

gehaltViele Menschen empfinden den Beruf des Heilerziehungspflegers als Berufung und finden so ihre Erfüllung, indem sie Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zu mehr Lebensqualität verhelfen. Gleichzeitig dürfen sie sich aber nicht selbst vergessen und unter anderem bedenken, dass der Job die Finanzierung des Lebensunterhalts sicherstellen soll. Dementsprechend sind auch die Verdienstmöglichkeiten ein wichtiges Thema. Ausgebildete Heilerziehungspfleger/innen können im Allgemeinen von einem durchschnittlichen Gehalt zwischen 18.000 Euro und 46.000 Euro brutto im Jahr ausgehen. Zusätzliche Qualifikationen können den Grundstein für Gehaltserhöhungen legen und sich folglich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt machen.

Aufstiegsfortbildungen für Heilerziehungspfleger

Heilerziehungspfleger/innen, die ihre Potenziale ausschöpfen und in ihrem Bereich Karriere machen wollen, sollten in erster Linie die relevanten Aufstiegsfortbildungen kennen. Aufbauend auf der Ausbildung und Berufspraxis geht es dabei um den Erwerb eines höheren Abschlusses, der den Weg für einen Aufstieg auf Führungsebene ebnet. All diejenigen, die in der Heilerziehungspflege etwas bewegen und mehr Verantwortung tragen wollen, sollten sich somit intensiv mit den folgenden Aufstiegsweiterbildungen auseinandersetzen:

  • Fachwirt/in für Erziehungswesen
    Fachwirte für Erziehungswesen haben wesentlichen Anteil an der Bildung in Deutschland und bekleiden oftmals Schlüsselpositionen in pädagogischen und sozialen Einrichtungen. Heilerziehungspfleger mit entsprechender Weiterbildung sind bestens für leitende Positionen im pädagogischen Bereich qualifiziert.
  • Qualitätsbeauftragte/r im Gesundheits- und Sozialwesen
    Im Gesundheitsbereich und im Sozialwesen geht es nicht nur um Effizienz, sondern in erster Linie um eine adäquate Betreuung und Versorgung von Menschen. Hohe Standards sind hier folglich ein absolutes Muss. Als Heilerziehungspfleger weiß man dies aus der Praxis und kann sich mithilfe einer Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten im Gesundheits- und Sozialwesen fortan stärker in diesem Bereich engagieren.
  • Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
    Heilerziehungspfleger/innen, die den Wunsch haben, eine verantwortungsvolle Aufgabe in der Leitung einer Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens zu übernehmen, können den entsprechenden Aufstieg mit der Fortbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen in die Wege leiten.

Unabhängig davon, für welche der genannten Aufstiegsfortbildungen man sich als Heilerziehungspfleger entscheidet, erhält man Zugang zu vollkommen neuen Tätigkeiten und kann seinen Kompetenzbereich somit nachhaltig ausweiten. Damit das veränderte Tätigkeitsprofil den individuellen Neigungen, Wünschen und Vorstellungen entspricht, ist eine ausführliche Recherche im Vorfeld unabdingbar. Heilerziehungspfleger sollten also nichts überstürzen, sich die Zeit für das Studium des kostenlosen Informationsmaterials verschiedener Anbieter nehmen und ihre Karriereplanung so mit Bedacht angehen.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Heilerziehungspfleger

weiterbildungsmöglichkeitenEin geradliniger Aufstieg auf der Karriereleiter ist ohne Frage schön, aber nicht das Ziel aller Heilerziehungspfleger. Diesen geht es zuweilen vor allem um den Ausbau ihres Fachwissens, um den besonderen Anforderungen ihres beruflichen Alltags besser gerecht werden zu können. Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Heilerziehungspflege setzen hier an und kommen als Seminare, Workshops oder Bildungsurlaube beispielsweise zu den folgenden Themen daher:

  • Frühpädagogik
  • Sprachförderung
  • Psychomotorik
  • Diagnostik
  • Kommunikation

Berufsbegleitendes Studium für Heilerziehungspfleger

Im Rahmen der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Weiterbildungsmöglichkeiten stoßen Heilerziehungspfleger auch auf das eine oder andere Fernstudium. Derartige Angebote entpuppen sich oftmals als Fernkurse privater Fernschulen. Es gibt aber auch akademische Fernstudiengänge, die Heilerziehungspfleger berufsbegleitend zum Bachelor und/oder Master führen können. Teilzeitstudien, Abendstudiengänge und Wochenendstudien vervollständigen die Palette an berufsbegleitenden Studiengängen und sorgen dafür, dass sich für nahezu jede Lebenssituation ein Studienmodell finden lässt. Die parallele Berufstätigkeit ist dabei das geringste Problem, denn Berufstätige mit Studienwunsch müssen vor allem strukturiert, gut organisiert und sehr diszipliniert sein. Dann steht einem Studium neben einer beruflichen Tätigkeit nichts mehr im Wege. Besonders relevante Fächer sind dabei:

  • Gesundheitsförderung
  • Heilpädagogik
  • Gesundheitspädagogik
  • Sozialpädagogik
  • Soziale Arbeit
  • Gesundheitspsychologie
  • Rehabilitation
  • Prävention
  • Therapiewissenschaften
  • Gesundheitsmanagement
  • Sozialmanagement
  • Sonderpädagogik

Ambitionierte Heilerziehungspfleger, die die zunehmende Akademisierung des Sozial- und Gesundheitswesens nicht kalt lässt, sollten mit mehreren Hochschulen in Kontakt treten und sich nach Möglichkeit Informationsmaterial schicken lassen. Anhand dieser Unterlagen kann man vorab einen guten Eindruck von den Rahmenbedingungen der einzelnen Studienangebote gewinnen.

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überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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