OTTI – Bildung für alle!


Personalwesen Weiterbildung

Mit der richtigen Weiterbildung im Personalwesen können Berufstätige die Basis für einen Aufstieg auf der Karriereleiter schaffen und sich fundiertes Know-How aneignen. Da das Personal für jedes Unternehmen von zentraler Bedeutung ist und nicht umsonst volkswirtschaftlich zu den zentralen Kapitalwerten gezählt wird, ergeben sich für entsprechende Experten vielfältige Perspektiven. Zunächst gilt es jedoch festzustellen, worum es im Personalwesen überhaupt geht. Dieses lässt sich als die Disziplin der Betriebswirtschaftslehre definieren, die sich mit den Produktionsfaktoren Personal und Arbeit auseinandersetzt. Fachkräfte aus dem Personalwesen kümmern sich dementsprechend um den betrieblichen Personaleinsatz und übernehmen diesbezüglich verwaltende und organisatorische Aufgaben.

Berufsaussichten im Personalwesen

Wer nicht nur selbst zum Personal gehören, sondern eine verantwortungsvolle Position im Personalwesen bekleiden möchte, kann eine entsprechende Ausbildung und/oder Weiterbildung in Angriff nehmen. Mit der richtigen Qualifikation kann man dann vor allem in den folgenden Bereichen Karriere machen:
  • Personalabteilung
  • Arbeitsvermittlung
  • Unternehmensberatung
  • Personal & Business Coach
  • Controlling
  • Erwachsenenbildung
Das Personal ist für jedes Unternehmen absolut unverzichtbar und folglich ebenso wie das Rechnungswesen eine der Disziplinen, die branchenübergreifend von Belang sind. Dementsprechend können Absolventen einer Weiterbildung im Personalwesen in praktisch allen Wirtschaftsbereichen tätig werden. Zentrale Aufgabengebiete sind dabei stets die Personalverwaltung sowie die Personalführung. Auch die Mitarbeiterentwicklung ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Spätestens auf den zweiten Blick wird so deutlich, dass das Personalwesen einen großen Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens leistet.

Verdienstmöglichkeiten im Personalwesen

Facettenreiche Aufgaben und unzählige Einsatzmöglichkeiten sorgen dafür, dass eine Weiterbildung im Personalwesen mit unterschiedlichsten Verdienstmöglichkeiten einhergehen kann. Im Einzelfall sind hier die vorhandenen Qualifikationen, die Berufspraxis, Branche, Unternehmensgröße sowie die zu bekleidende Position ausschlaggebend. Angesichts der hohen Bedeutung des Personalwesens für jeden Betrieb kann sich das Einkommen eines versierten Personalers aber durchaus sehen lassen. Das durchschnittliche Gehalt kann hier zum Beispiel zwischen 36.000 Euro und 60.000 Euro brutto im Jahr liegen.

Aufstiegsfortbildungen im Personalwesen

Im Idealfall bringen angehende Personalmanager eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf mit, denn dann besteht die Möglichkeit, eine anerkannte Aufstiegsfortbildung im Bereich Personal zu absolvieren. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich hier vor allem die folgenden Aufstiegsweiterbildungen:
  • Betriebswirt/in für Personalwirtschaft Die Fortbildung zum Betriebswirt für Personalwirtschaft endet mit der staatlichen Prüfung und bringt kompetente Führungskräfte für die Personalbeschaffung, -verwaltung und -planung hervor.
  • Personalfachkaufmann/-frau Der Abschluss als geprüfter Personalfachkaufmann ist auf Meisterebene angesiedelt und qualifiziert die Absolventen für verantwortungsvolle Aufgaben in sämtlichen Bereichen des Personalwesens.

Weitere Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Personal

Abgesehen von klassischen Aufstiegsfortbildungen stehen im Bereich Personal noch viele weitere Weiterbildungsmöglichkeiten zur Auswahl. Unabhängig davon, ob man bereits im Personalwesen tätig ist oder sich erst noch für eine entsprechende Position qualifizieren möchte, kommen unter anderem Seminare in Betracht. Einzelne Themen des Personalwesens können im Zuge dessen detailliert behandelt werden, so dass die Teilnehmer die Chance haben, ihr diesbezügliches Wissen aufzufrischen beziehungsweise zu erweitern. Auch Fernkurse kommen hier in Betracht und sind aufgrund ihrer Flexibilität eine gute Alternative, schließlich lässt der Job nicht immer die Teilnahme an Lehrveranstaltungen zu festen Terminen zu. Beispielsweise die folgenden Themen können im Zuge dessen behandelt werden:
  • Arbeitsrecht
  • Lohnbuchhaltung
  • Mitarbeitermotivation
  • Arbeitsvertragsrecht
Weiterhin darf nicht unerwähnt bleiben, dass unter anderem die Möglichkeit besteht, ein IHK-Zertifikat als Personalreferent/in zu erlangen. Auch Hochschulzertifikate werden zuweilen berufsbegleitend angeboten und erlauben so eine wissenschaftliche Weiterbildung trotz Job. All diejenigen, die einen akademischen Grad neben dem Beruf anstreben, können ein berufsbegleitendes Studium beispielsweise in Form eines Fernstudiums absolvieren und so eines der folgenden Fächer mit dem Ziel Bachelor, Master oder MBA berufsbegleitend studieren:
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Personalwesen
  • Human Resources
  • Personalmanagement
  • Wirtschaftspsychologie
  • Wirtschaftsrecht
Je nach Studiengang werden andere Aspekte des Personalwesens genauer beleuchtet, so dass sich aus der Studienwahl eine gewisse Richtung für den weiteren Karriereweg ergeben kann.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten für eine Weiterbildung im Personalwesen

Wenn es um eine Weiterbildung im Personalwesen geht, stellt sich immer wieder die Frage nach den Voraussetzungen entsprechender Maßnahmen. Da es hier erhebliche Unterschiede gibt, kann es diesbezüglich keine allgemeingültigen Auskünfte geben. Stattdessen müssen Interessenten stets die Bedingungen der von ihnen favorisierten Weiterbildung ergründen. Im Falle von Seminaren und einfachen Fernlehrgängen gelten in der Regel keine besonderen Voraussetzungen. Eine anerkannte Aufstiegsfortbildung im Personalbereich erfordert dahingegen eine abgeschlossene Berufsausbildung und gewisse Berufspraxis im einschlägigen Bereich. Soll es ein Fernstudium oder anderweitiges Studium neben dem Beruf sein, sind nicht nur Belastbarkeit, Disziplin und Motivation, sondern auch das (Fach-)Abitur gefordert. Alternativ kann die Zulassung zu einem grundständigen Studiengang auch über den Nachweis einer beruflichen Qualifizierung oder abgeschlossenen Aufstiegsfortbildung erfolgen. Die Dauer hängt ebenso wie die Voraussetzungen vom jeweiligen Abschluss ab. Einzelne Seminare nehmen oftmals nur wenige Stunden beziehungsweise Tage in Anspruch, während eine Aufstiegsfortbildung durchaus mit zwei bis vier Jahren veranschlagt werden kann. Auch ein berufsbegleitendes Studium kommt mit einer mehrjährigen Dauer daher. Ob und in welcher Höhe Kosten für die angestrebte Personalwesen-Weiterbildung anfallen, lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten. Von gebührenfreien Lehrgängen an einer Fachschule bis hin zu Fernstudiengängen für mehrere Tausend Euro an privaten Hochschulen ist alles möglich.

Welche Anbieter haben Weiterbildungen im Personalwesen im Angebot?

An wen man sich bezüglich einer geplanten Weiterbildung im Personalwesen wenden kann, lässt sich pauschal nicht beantworten. Klassische Aufstiegsfortbildungen werden vielfach von Fachschulen angeboten, die zum Teil auch als Abendschulen daherkommen und so eine berufsbegleitende Qualifizierung ermöglichen. Dies gilt ebenfalls für immer mehr Hochschulen, die ihre Studienangebote zunehmend auf die Bedürfnisse Berufstätiger abstimmen und so auch das eine oder andere Fernstudium anbieten. Seminare, Workshops und anderweitige Lehrgänge werden von diversen privaten Bildungsinstitutionen angeboten. Angehende Personaler haben somit mehr oder weniger die Qual der Wahl und sollten sich zunächst an mehrere Anbieter wenden, um das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern.

Sind Weiterbildungen im Personalwesen anerkannt?

Ein wichtiger Aspekt einer jeden Weiterbildung ist die Anerkennung, schließlich soll sich der Aufwand karrieretechnisch auch lohnen. Im Falle eines berufsbegleitenden Studiums muss man sich diesbezüglich keine Sorgen machen, da mit dem Bachelor, Master oder MBA ein akademischer Grad mit internationaler Anerkennung erworben wird. Aufstiegsfortbildungen zum Fachkaufmann oder Betriebswirt genießen ebenfalls ein hohes Ansehen und führen zu öffentlich-rechtlich anerkannten Weiterbildungsabschlüssen. Bei Seminaren und anderen Lehrgängen ist dies dahingegen nicht der Fall. Obgleich oftmals ein institutseigenes Zertifikat erlangt wird, kann die Anerkennung zuweilen infrage gestellt werden.