Umschulung Busfahrer

Mit einer Umschulung zum Busfahrer/zur Busfahrerin geht gerade für Menschen, die große Fahrzeuge lieben, ein Traum in Erfüllung. Darüber hinaus ist der Alltag eines Busfahrers sehr abwechslungsreich, da er täglich mit Menschen zu tun hat. Darüber hinaus übt ein Bus für viele auch die Faszination Abenteuer aus, was selbst im Erwachsenalter nicht verloren geht, sodass sie ihren Traum später mit einer Umschulung zum Busfahrer wahr machen. Busse werden sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr eingesetzt und da ausgebildete Busfahrerinnen und Busfahrer händeringend gesucht werden, bestehen sehr gute Berufsaussichten. Für viele ist die Führung eines Busses auch ein Gefühl von Freiheit, denn hier ist man sein eigener Herr. So kann eine Umschulung zum Busfahrer auch für Quereinsteiger eine sehr gute Möglichkeit sein, die Karriere voran zu bringen.

umschulung

Berufsbild Busfahrer

Busfahrer und Busfahrerinnen haben einen sehr abwechslungsreichen Beruf. Hier reicht die Spanne vom Einsatz im regionalen Linienverkehr über die Beförderung von Schulkindern und behinderten Personen bis hin zu Reisen überall in Europa. Sie können darüber hinaus für nationale und internationale Unternehmen tätig werden, ebenso wie in Firmen, die dem öffentlichen Dienst angehören.

Busfahrer haben eine große Verantwortung ihren Gästen gegenüber und müssen sie sich ans Ziel bringen. Außerdem müssen sie den ordnungsgemäßen Zustand des Busses bewahren. Daher brauchen Busfahrerinnen und Busfahrer auch umfangreiche Kenntnisse in Verkehrs- und Betriebssicherheitsvorschriften.

Des Weiteren gehört auch die Einhaltung der Fahrpläne sowie das Verkaufen und Kontrollieren der Fahrtickets zu ihren Aufgaben. Busfahrerinnen und Busfahrer, die im Reiseverkehr tätig sind, müssen zudem das Gepäck sicher verstauen und ihre Fahrgäste betreuen.

Umschulung zum Busfahrer

Es gibt mit dem Berufskraftfahrer oder der Fachkraft im Fahrbetrieb gleich zwei unterschiedliche Ausbildungswege, die nach einem erfolgreichen Abschluss das Fahren von Bussen erlauben. Beide Umschulungen werden im dualen System absolviert. Das theoretische Wissen erlangen die Teilnehmer in der Berufsschule, den praktischen Teil übernimmt das jeweilige Busunternehmen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit eine Kurzausbildung bzw. Umschulung zum Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr zu absolvieren.

Im Quereinstieg zum Busfahrer– das sind die Voraussetzungen

fragen zur bildung

Für die Umschulung zum Busfahrer sollte mindestens der Hauptschulabschloss vorhanden sein. Darüber hinaus müssen die Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt und im Besitz des Führerscheins sein. Außerdem muss ein augenärztliches Zeugnis vorgelegt werden. Einige Umschulungsanbieter verlangen zudem eine erfolgreiche MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung).

Neben diesen Voraussetzungen sollten Teilnehmer der Umschulung auch die folgenden persönlichen Voraussetzungen erfüllen:

  • sehr gute Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit
  • schnelle Reaktionsfähigkeit
  • gute Hand-Augen-Koordination
  • Kontaktfreudigkeit
  • gute Kommunikationsfähigkeit
  • technisches Verständnis
  • Spaß an der Arbeit mit Menschen
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten

Dauer der Umschulung zum Busfahrer

Die Ausbildung zum Busfahrer dauert in der Regel drei Jahre. Eine Umschulung, welche auch für Quereinsteiger angeboten wird, kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auf zwei Jahre verkürzt werden. Beispielsweise ist das meist möglich, wenn bereits eine Ausbildung in einem anderen Bereich absolviert wurde.

Wenn die Umschulung zum Busfahrer als Kurzausbildung im öffentlichen Nahverkehr durchgeführt wird, dauert diese vier bis sechs Monate, je nachdem ob die Maßnahme in Vollzeit oder nebenberuflich stattfindet. Danach ist der Teilnehmer berechtigt, einen Bus im Linienverkehr zu führen.

Was kostet eine Umschulung zum Busfahrer

Wer direkt bei einem Busunternehmen als klassische Ausbildung absolviert, bekommt eine Ausbildungsvergütung und muss nicht mit Extrakosten rechnen. Eine Umschulung zum Busfahrer ist meist mit Lehrgangsgebühren verbunden, deren Höhe von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ausfällt. Jedoch können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden. Wenn beispielsweise eine Umschulung zum Busfahrer aus der Arbeitslosigkeit heraus erfolgt, kann bei der zuständigen Agentur für Arbeit ein Bildungsgutschein beantragt werden.

Ablauf der Umschulung zum Busfahrer

In der klassischen Form der Ausbildung zum Busfahrer vermittelt der Betrieb, beispielsweise ein Busunternehmen, die praktischen Fähigkeiten. Das theoretische Wissen wird in der Berufsschule vermittelt. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer Prüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Die Kurzausbildung bzw. Umschulung zum Busfahrer findet in der Regel in rein schulischer Form statt. Anbieter solch einer Umschulung sind beispielsweise Busunternehmen oder direkt die IHK. Informationen über eine Umschulung finden Interessenten auch beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen.

Lerninhalte bei der Umschulung zum Busfahrer

Je nach Umschulungsart, also zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb, werden bei den Lerninhalte unterschiedliche Schwerpunkte gelegt. So beinhalten die Lerninhalte beim Berufskraftfahrer vor allem technisches Wissen und setzen sich beispielsweise mit den folgenden Themen auseinander:

  • Straßenverkehrsordnung
  • Tarifrecht und Kundenkommunikation
  • Feststellung und Behebung von technischen Fehlern und Mängeln am Fahrzeug
  • wirtschaftliches Fahren
  • Routen- und Tourenplanung

Bei der Umschulung zur Fachkraft im Fahrbetrieb werden unter anderem die folgenden Schwerpunkte gesetzt:

  • Anforderungen im Kundenkontakt, wozu z. B. das Management von Kundenbeschwerden, Störungen oder auch kurzfristigen Fahrplanänderungen gehören
  • Grundlagen des Unternehmensmanagements
  • tarifrechtliche, gesetzliche und vertragliche Bestimmungen für den Personennahverkehr
  • Erstellung von Fahr- und Dienstplänen

Gehaltsaussichten für den Beruf Busfahrer

gehalt

Wenn Teilnehmer nach der Umschulung zum Busfahrer im Öffentlichen Dienst des Nahverkehrs arbeiten, erfolgt die Vergütung nach dem Tarifvertrag. Hinzu kommen etwaige Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit. Bei den privaten Busunternehmen kommt man um eine Gehaltsverhandlung nicht herum. Generell werden die Gehaltaussichten für Busfahrerinnen und Busfahrer als gut eingeschätzt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Umschulung zum Busfahrer

Nach der Umschulung zum Busfahrer/zur Busfahrerin stehen verschiedene Option zur Auswahl, um sich zu weiterzubilden. Beispielsweise können verschiedene Seminare besucht werden, in denen es unter anderem um die Themen Sicherheit und Stressbewältigung geht. Um die Karriereleiter empor zu klettern, bieten sich die folgenden Weiterbildungsmaßnahmen an:

  • Geprüfter Meister/in für Kraftverkehr
  • Staatlich geprüfter Meister/in – Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • Geprüfter Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik
  • Technischer Fachwirt/in

Für Busfahrer und Busfahrerinnen stehen viele hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten bereit. Diese Qualifizierungen können später natürlich einen großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts haben.

Zukunftsaussichten für den Beruf Busfahrer

Wer seine Umschulung zum Busfahrer erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich auf gute Zukunftsaussichten freuen. Denn die Zahl der Personen, die Bus und Bahn benutzen, steigt stetig. Somit besteht auch immer ein hoher Bedarf an qualifiziertem Personal.

Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?