Weiterbildung Intensivpflege

Im Rahmen einer Weiterbildung Intensivpflege können Fachkräfte aus dem pflegerischen Bereich fundierte Fachkompetenz erlangen und sich so für einen sehr fordernden, aber auch immens wichtigen Teilbereich der Pflege qualifizieren. In der professionellen Intensivpflege geht es um die Pflege und Versorgung sogenannter Intensivpatienten. So werden in der Regel Patienten bezeichnet, die schwer erkrankt sind und sich in einem akut lebensbedrohlichen Zustand befinden. Um hier beste Chancen auf eine Genesung oder zumindest Stabilisierung des Zustandes zu erreichen, sind die Ärzte und Pflegekräfte gleichermaßen gefordert. So kommt einerseits die Intensivmedizin mit all ihren Möglichkeiten zum Einsatz, während andererseits eine adäquate Intensivpflege stattfinden muss. Nur so erhalten die Patienten trotz ihres kritischen Gesundheitszustandes eine Chance und können im Idealfall wieder vollkommen genesen. Wer bereits in der Pflege tätig ist und beispielsweise auch auf der Intensivstation eingesetzt wird oder mit Intensivpatienten zu tun hat, kann dieser enormen Verantwortung nur mit fachlicher Kompetenz gerecht werden und sollte dementsprechend über eine Weiterbildung in Sachen Intensivpflege nachdenken.weiterbildung

Intensivpflege – Karriere und Gehalt

Die Möglichkeiten der modernen Medizin zeigen sich vor allem bei akuten lebensbedrohlichen Zuständen, die oftmals wieder behoben werden können. Dazu bedarf es nicht nur einer top-aktuellen Intensivmedizin, sondern ebenfalls einer ambitionierten und engagierten Intensivpflege. Dass entsprechende Fachkräfte stets gebraucht werden, steht somit mehr oder weniger außer Frage. Nichtsdestotrotz ist es für Intensivpfleger/innen wichtig zu wissen, wo sie konkret gebraucht werden. Zusammenfassend lassen sich hier die folgenden Beschäftigungsmöglichkeiten nennen:

  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Pflegedienste
  • Pflegeeinrichtungen
  • Gesundheitszentren
  • Altenheime
  • Arztpraxen
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Pflegestützpunkte

gehaltWer den Berufswunsch Intensivpfleger/in hat, sollte weiterhin wissen, dass die Arbeit im Wesentlichen aus der Pflege und Betreuung von Patienten auf der Intensivstation besteht. Überall dort, wo Patienten intensiv überwacht oder auf Medizintechnik angewiesen sind, weil essentielle Organfunktionen gestört oder ausgefallen sind, werden Fachkräfte in Sachen Intensivpflege gebraucht. Diese müssen zusätzlich zur klassischen Krankenpflege auch mit der Technik der Intensivmedizin und immer wieder kritischen Situationen, in denen es um Leben und Tod geht, umgehend können. Die enorme Verantwortung, die mit der Intensivpflege einhergeht, ist eine zusätzliche Last, die auf den Schultern der Pflegekräfte ruht. Eine angemessene Bezahlung sollte hier eine absolute Selbstverständlichkeit sein. Interessierte an einer Intensivpflege-Weiterbildung wollen daher schon vorab mehr über die Verdienstmöglichkeiten erfahren. Von Fall zu Fall kann es zwar teils immense Unterschiede geben, aber im Durchschnitt liegt das Gehalt bei rund 40.000 Euro brutto im Jahr.

Die Weiterbildung Intensivpflege

All diejenigen, die ihre berufliche Zukunft in der Intensivpflege sehen und nach einer entsprechenden Qualifizierung suchen, landen unweigerlich bei der Fortbildung zum/zur Fachkrankenpfleger/in für Intensivpflege und Anästhesie. Die berufliche Weiterbildung unterliegt dem Landesrecht beziehungsweise Kammerrecht und beschert den Teilnehmer/innen einen höheren Berufsabschluss. Auf den Weg dahin ist eine theoretische und auch praktische Auseinandersetzung mit den folgenden Themen vorgesehen:

  • Pflegewissenschaft
  • Gesundheitswissenschaft
  • Pflegeforschung
  • Prävention
  • Rehabilitation
  • Atmung
  • Herz-Kreislauf
  • Stoffwechsel
  • Ernährung
  • Bewusstsein
  • Bewegung
  • Anästhesiepflege
  • Beratung
  • Kommunikation
  • Recht
  • Wirtschaft

Abschließend absolvieren angehende Fachkrankenpfleger/innen für Intensivpflege und Anästhesie die staatliche Prüfung und schließen die Weiterbildung so mit Erfolg ab. Dann dürfen sie sich Gesundheits- und Krankenpfleger/innen für die Intensiv- und Anästhesiepflege nennen und können dementsprechend beruflich durchstarten.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Die Fachweiterbildung in Sachen Intensivpflege berechtigt zum Führen der Berufsbezeichnung Fachgesundheits- -krankenpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie. Voraussetzung dafür ist das erfolgreiche Absolvieren der Weiterbildung sowie der abschließenden Prüfung. Um aber dazu erst einmal zugelassen zu werden, ist es erforderlich, die Voraussetzungen der Weiterbildung zu erfüllen. Dementsprechend muss eine abgeschlossene Berufsausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in vorhanden sein. Je nach Anbieter und Lehrgangsform dauert die Qualifizierung dann unterschiedlich lange, wobei üblicherweise zwei Jahre zu veranschlagen sind. Auch hinsichtlich der Kosten der Fachweiterbildung kann es teils erhebliche Differenzen geben. Grundsätzlich müssen Teilnehmende an dieser Weiterbildung aber mit gewissen Lehrgangsgebühren, Ausgaben für Anfahrten und Arbeitsmaterialien sowie Prüfungsgebühren rechnen. Ein Betrag im vierstelligen Bereich kommt so leicht zusammen.

Die exakten Rahmenbedingungen der Qualifizierung als Fachkrankenpfleger/in für Anästhesie und Intensivpflege können durchaus schwanken und lassen sich daher nur schwer pauschalisieren. Aus diesem Grund ist es für Interessierte an einer Weiterbildung in Sachen Intensivpflege wichtig, sich eingehend zu informieren. Zu diesem Zweck bietet sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit verschiedenen Anbietern an. Diese halten in vielen Fällen auch kostenloses Informationsmaterial bereit, das unverbindlich angefordert werden kann und so Aufschluss über die Modalitäten der Fortbildung Intensivpflege gibt.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte aus der Intensivpflege

weiterbildungsmöglichkeitenIn Zusammenhang mit einer Intensivpflege-Weiterbildung geht es nicht nur um eine grundlegende Qualifizierung auf dem Gebiet der Intensivpflege, schließlich können sich auch Fachkrankenpflegern interessante Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen. Zu nennen sind hier zunächst Seminare und Lehrgänge beispielsweise zu den folgenden Themen:

  • Wundmanagement
  • Pflegedokumentation
  • Heimbeatmung
  • Gerätekunde
  • Hygiene

Auch eine weitere Fortbildung ist absolut denkbar. Dabei handelt es sich für gewöhnlich um ein akademisches Hochschulstudium Pflegewissenschaft, Gesundheitsmanagement, Pflegeökonomie, Pflegepädagogik, Gesundheitsförderung oder Public Health. Mitunter besteht sogar die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums beispielsweise in Form eines Fernstudiums, so dass parallel zum Studium der Tätigkeit in der Intensivpflege nach wie vor nachgegangen werden kann.

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