Umschulung Betreuungskraft

Als Betreuungskraft ist man f√ľr die angemessene Betreuung verschiedener Personen verantwortlich. Dabei kann es sich um Kinder, kranke oder alte Menschen oder Menschen mit Behinderung handeln. Wer eine Umschulung zur Betreuungskraft anstrebt, arbeitet direkt mit Menschen zusammen und muss daher Spa√ü daran haben, offen und kommunikativ zu sein.

Bei der Arbeit als Betreuungskraft handelt es sich um keinen offiziellen Ausbildungsberuf, weshalb auch die Berufsbezeichnungen Präsenzkraft, Seniorenbetreuer, Alltagsbetreuer oder Alltagsbegleiter oder Betreuungsassistent verwendet werden.umschulung

Berufsbild Betreuungskraft

Eine Betreuungskraft begleitet einen Menschen in dessen Alltag und hilft ihm dabei, alle anfallenden Aufgaben gut zu meistern. Er begleitet ihn zum Einkaufen, bei Amtsg√§ngen oder im Haushalt. Als Schulbegleiter werden Betreuungskr√§fte f√ľr Kinder und Jugendliche t√§tig und sind deshalb ein wichtiger Teil einer funktionierenden Inklusion, weil sie den zu Betreuenden den Alltag erm√∂glichen.

Der Beruf der Betreuungskraft ist daher ein Job mit einer hohen Verantwortung. Dabei sollen Betreuungskr√§fte nicht bevormundend, sondern unterst√ľtzend agieren, weshalb eine Menge Geduld und eine hohe Empathie von N√∂ten sind. Zu den Aufgaben einer Betreuungskraft geh√∂ren unter anderem:

  • Hilfe beim Kochen und Essen
  • Gestaltung und Begleitung von Freizeitaktivit√§ten
  • Unterst√ľtzung und Planung von Eink√§ufen
  • Leisten von Gesellschaft und Unterhaltung
  • Hilfe bei der kreativen und abwechslungsreichen Alltagsgestaltung
  • Entlastung der Angeh√∂rigen
  • Unterst√ľtzung im Haushalt
  • Gew√§hrleistung von altersgerechtem Wohnen
  • Hilfe beim Lernen
  • Transport und Wegbegleitung

Umschulung zur Betreuungskraft

Da es f√ľr die Arbeit als Betreuungskraft keine klassische Ausbildung gibt, existiert auch keine Umschulung. Die Qualifizierung ist nicht genau definiert. Interessierte Personen m√ľssen einen Lehrgang besuchen, der aus einem Basiskurs, einem zweiw√∂chigen Praktikum und einem Aufbaukurs besteht. Der Lehrgang findet rein schulisch statt und kann in Voll- oder Teilzeit absolviert werden, sodass er dementsprechend zwischen 3 und 12 Monate dauert. Mit Abschluss der Qualifizierung tr√§gt der Umsch√ľler den Titel Betreuungskraft nach ¬ß 53c.

Im Quereinstieg Betreuungskraft‚Äď das sind die Voraussetzungen

Weil es keine staatlich anerkannte Umschulung zur Betreuungskraft gibt, k√∂nnen die Voraussetzungen der verschiedenen Anbieter f√ľr Lehrg√§nge unterschiedlich ausfallen. Grunds√§tzlich geht man davon aus, dass ein Umsch√ľler bereits Berufserfahrung gesammelt hat.

In den meisten F√§llen wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Au√üerdem ist ein positives F√ľhrungszeugnis sowie in einigen F√§llen ein Praktikum eine Bedingung. Dar√ľber hinaus sollte der Umsch√ľler pers√∂nliche Kompetenzen wie Freude an der Arbeit mit Menschen, Kontaktfreudigkeit, Empathie und Geduld sowie keine Ber√ľhrungs√§ngste haben.

Dauer der Umschulung zur Betreuungskraft

fragen zur bildung

Bei der Umschulung zur Betreuungskraft handelt es sich nicht um eine klassische Umschulung. Es wird vielmehr ein Lehrgang angeboten, welcher in Voll- oder Teilzeit absolviert werden kann und auf die Arbeit in der Betreuung und Pflege als Alltagsbegleiter vorbereitet. Dieser Lehrgang kann je nach Anbieter zwischen 3 und 12 Monate dauern und inkludiert zwei Kurse sowie ein Praktikum.

Was kostet eine Umschulung zur Betreuungskraft?

Da es sich bei dem Lehrgang zur Betreuungskraft um eine schulische Variante handelt, erhalten die Umsch√ľler kein Gehalt. Die Kosten des Lehrganges sind von ihnen selbst zu tragen und k√∂nnen je nach Anbieter und Dauer des Lehrganges unterschiedlich hoch ausfallen. Deswegen empfiehlt es sich, vor Beginn der Umschulung in jedem Fall beim zust√§ndigen Arbeitsamt die m√∂glichen F√∂rdermittel zu erfragen. Mit deren Hilfe lassen sich die Kosten oft minimieren.

Ablauf der Umschulung zur Betreuungskraft

Der Lehrgang f√ľr angehende Betreuungskr√§fte setzt sich aus drei Teilen zusammen. Zun√§chst wird ein Grundkurs mit einem Umfang von 100 Stunden absolviert. Es folgt ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung, das mindestens √ľber zwei Wochen geht. Zuletzt wird ein Aufbaulehrgang im Rahmen von 60 weiteren Stunden besucht.

Zu beachten ist, dass es sich bei einem Lehrgang nicht um einen staatlich anerkannten Abschluss wie bei einer klassischen Ausbildung handelt. Er qualifiziert die Teilnehmer jedoch nach ¬ß 53c zur Arbeit als Betreuungskraft in Pflegeeinrichtungen oder als Alltagsbegleiter. Alternativ bietet sich die M√∂glichkeit eines Fernstudiums, welches den Vorteil bietet, dass der Sch√ľler w√§hrend der Studienzeit weiter in seinem aktuellen Beruf arbeiten kann.

Lerninhalte bei der Umschulung zur Betreuungskraft

Das T√§tigkeitsgebiet einer Betreuungskraft liegt vor allem in der Begleitung und Betreuung von Personen, die ihren Alltag nicht eigenst√§ndig meistern k√∂nnen. Dabei handelt es sich vor allem um kranke, behinderte oder alte Menschen. Der Lehrgang soll die Umsch√ľler auf alle Eventualit√§ten angemessen vorbereiten und bietet deshalb vielseitige Lerninhalte. Darunter finden sich unter anderem Themen wie:

  • Betreuung verschiedener Altersgruppen
  • Pflege-Techniken
  • Psychologie
  • Kommunikation
  • Gesundheit und Krankheit
  • Ern√§hrung und Erstellung von Ern√§hrungspl√§nen
  • Zubereitung von Mahlzeiten
  • Lebensmittelkunde
  • Demenzbegleitung
  • Wohnen und Wohnformen
  • Rehabilitation
  • Hygiene
  • Erste Hilfe
  • Hauswirtschaft
  • Stress- und Konfliktbew√§ltigung
  • Rechtskunde

Gehaltsaussichten f√ľr den Beruf Betreuungskraft

gehaltIm Allgemeinen sind Berufe in der Pflege nicht besonders gut bezahlt, obwohl es sich um eine anstrengende und belastende Tätigkeit mit hoher Verantwortung handelt. Das Gehalt ist aber gesetzlich so geregelt, dass ein Mindestlohn gezahlt werden muss.

Es ist nat√ľrlich au√üerdem vom Arbeitgeber, der Qualifizierung und den Arbeitszeiten abh√§ngig. Viele Menschen sehen die Arbeit als Betreuungskraft nicht als Arbeit, sondern als Berufung an. Wenn das Gehalt nicht an erster Stelle steht, ist der Job als Betreuungskraft sicher sehr erf√ľllend.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Umschulung zur Betreuungskraft?

Da sich der Beruf der Betreuungskraft ohne besondere Voraussetzungen in kurzer Zeit erlernen l√§sst, gibt es hier keine Aufstiegsm√∂glichkeiten. Fort- oder Weiterbildungsm√∂glichkeiten existieren kaum. Es handelt sich lediglich um eine Qualifizierung, die √ľber einen Lehrgang erlangt werden kann.

Wer sich auf der Karriereleiter weiter fortbewegen m√∂chte, sollte daher eine klassische Umschulung zum Beispiel zum Kranken- und Gesundheitspfleger oder Altenpfleger w√§hlen oder ein Studium anstreben. Hier bietet sich die begleitende Arbeit als Betreuungskraft gut an. Viele sehen diese auch als Berufung, die sie gerne neben dem Studium aus√ľben. Wer zum Beispiel als Lehrer arbeiten m√∂chte und ein entsprechendes Studium absolviert, kann durch die Arbeit als Alltagsbegleiter interessante Einblicke in den Schulalltag erhalten.

Zukunftsaussichten f√ľr den Beruf Betreuungskraft

Wer sich als Betreuungskraft nach ¬ß 53c qualifiziert, wird schnell eine Anstellung finden. Aufgrund des Fachkr√§ftemangels in der Pflege sind verantwortungsvolle und motivierte Mitarbeiter immer sehr begehrt. So kann durch die Umschulung in diesem Beruf eine neue Jobperspektive er√∂ffnet werden. Wer jedoch nicht mit dieser Anstellung zufrieden ist und sich dar√ľber hinaus weiterbilden m√∂chte, wird entt√§uscht sein.

Denn weil es sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf handelt, sind auch die Aufstiegsmöglichkeiten rar. Stattdessen eignet sich die Arbeit als Betreuungskraft gut als Nebenverdienst bei der beruflichen Weiterbildung zum Beispiel zum Pfleger oder begleitend zum Studium.

Alternativen zur Betreuungskraft-Umschulung

Die Umschulung zur Betreuungskraft ist eigentlich lediglich eine berufliche Weiterbildung. Dennoch bietet sie Potenzial und kann den Seiteneinstieg in die Alltagsbegleitung ermöglichen. All diejenigen, die sich nicht vollkommen sicher sind oder andere Vorstellungen haben, sollten dahingegen auch andere Umschulungen und Qualifizierungen erwägen.

Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang unter anderem die folgenden Berufe:

  • Fachkraft f√ľr Pflegeassistenz
  • Altenpflegehelfer/in
  • Altenpfleger/in
  • Hauswirtschaftshelfer/in
  • Hauswirtschafter/in
  • Sozialassistent/in

F√∂rderm√∂glichkeiten f√ľr Umsch√ľler/innen zur Betreuungskraft

Berufswechsler/innen, die sich zur Betreuungskraft umschulen lassen m√∂chten, m√ľssen nicht nur an den Zeitaufwand denken, sondern auch die anfallenden Kosten ber√ľcksichtigen. Eine F√∂rderung kann hier sehr hilfreich sein und den finanziellen Druck mindern.

Besonders vielversprechend erscheint in diesem Zusammenhang der Bildungsgutschein vom Arbeitsamt, der mit einer Übernahme der Qualifizierungskosten einhergeht. Angehende Betreuungskräfte sollten allein aus diesem Grund beim Arbeitsamt vorstellig werden und einen Beratungstermin vereinbaren.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Betreuungskr√§fte, die sich per Umschulung f√ľr den neuen Beruf qualifiziert haben, d√ľrfen das lebenslange Lernen nicht au√üer Acht lassen.

Dabei sollten sie nicht nur klassischen Weiterbildungen Beachtung schenken, sondern auch der zunehmenden Akademisierung Rechnung tragen. Passend dazu gibt es nachfolgend einen Tipp aus unserer Redaktion.

Fassen Sie ein Studium neben dem Beruf ins Auge!

Ambitionierte Betreuungskr√§fte k√∂nnen enorm von einem berufsbegleitenden Studium profitieren. Einerseits f√ľhrt sie dieses zu einem anerkannten Hochschulabschluss, andererseits k√∂nnen sie nach der Qualifizierung wertvolle Praxiserfahrungen sammeln.

Möglich macht dies ein Fernstudium oder anderes Teilzeitstudium in beispielsweise einer der folgenden Disziplinen:

  • Pflegewissenschaft
  • Pflegep√§dagogik
  • Gesundheitswissenschaft
  • Gesundheitsf√∂rderung
  • Heilp√§dagogik
  • Gerontologie
  • Soziale Arbeit
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√ľberhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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